Altersvorsorge

Wie geht Altersvorsorge, wie geht Rente? Antworten auf diese Fragen fallen sehr individuell und damit komplizierter aus, als dass man diese hier umfassend abhandeln könnte. Fast man es jedoch drastisch zusammen, geht es für Sie um die folgenden entscheidenden Punkte:

Wie das Wort Altersvorsorge selbst bereits zum Ausdruck bringt, geht es um Ihre Vorsorge für das Alter. Nicht im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung, bei welcher heute eingezahlte Beiträge binnen weniger Wochen gleich wieder als Renten an aktuelle Rentenbezieher ausgeschüttet werden. Sondern Vorsorge im Sinne des Aufbaus Ihres individuellen Sparvermögens, aus welchem dann im Alter der Fortfall von Arbeitseinkommen kompensiert wird.

Es handelt sich insofern um die Kombination eines Anspar- mit einem Entsparvorgang. Während des Erwerbslebens wird gespart, in der Rentenphase entnommen. Die Frage lautet also, wieviel muss ich sparen, um genug Vermögen für eine bestimmte Rente aufzubauen.

Fragt man beim Verbraucher ein wenig nach, dann merkt man schnell, dass nur wenige über eine konkrete Vorstellung von den hinter einer Altersrente stehenden technischen Abläufen verfügen. Woher soll es auch kommen? Rente ist das, was im Fall der gesetzlichen Rentenversicherung die Politik und im Fall der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge Unternehmen für eingezahlte Beiträgen an Alterseinkommen zusagen.

Dass Politik und private Unternehmen bestimmten Naturgesetzen unterliegen, wie z. B. der Mathematik, diese Tatsache wird bestenfalls unterschwellig zugestanden. Dabei ist es genau diese Mathematik, die den gesamten Vorgang dominiert. Ein gewisses Gefühl, welche Faktoren sich dabei wie auswirken, ist also essentiell wichtig für das Grundverständnis von Altersvorsorge. Stellen wir also die Frage "Wie geht Rente?" einfach einmal aus diesem Blickwinkel.

Altersrente ist das, was am Ende des Arbeitslebens nach dem Fortfall des Erwerbseinkommens zur Bestreitung des Lebensunterhalts zur Verfügung steht oder stehen soll. Über die gewünschte Rentenhöhe sollte man sich klar sein. Die Altersrente kann aus unterschiedlichen Quellen gespeist werden, z. B. der gesetzlichen Altersrente. Um auf die gewünschte Rentenhöhe zu kommen, wird allerdings für die meisten eine ergänzende private oder betriebliche Altersvorsorge erforderlich sein.

Im echten Leben erscheint eine Analyse und ein Verständnis dieser Kombination sehr kompliziert durch alles, was an gesetzlichen, versicherungsmathematischen und kaufmännischen Momenten mit hineinspielt. Um Ihnen zunächst ein grundsätzliches Verständnis für den Vorgang zu ermöglichen, nehmen wir einfach eine Reihe von Variablen aus der Gleichung, wie z. B. Sozialabgaben, Steuern und Inflation.

Wir vereinfachen weiterhin die Frage Ihrer Lebenserwartung, indem wir die durchschnittliche Lebenserwartung gemäß der ´Allgemeinen Sterbetafel Deutschland 2010/12´ (erschienen am 22.04.2015, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015) zugrunde legen. Sofort besteht Ihr Vorsorgevorgang aus einer recht übersichtlichen mathematischen Berechnung.

Mit dem nebenstehenden Rechner können Sie diese Mathematik durchspielen und unter Vorgabe von Geschlecht, Geburtsjahr, Renteneintrittsalter, Verzinsung in Anspar- und Entnahmephase und Ihrer gewünschten Rentenhöhe den Sparbetrag ermitteln, der rein mathematisch mindestens erforderlich ist zur späteren Zahlung der Rente. Das ist kein Hexenwerk, sondern Mathematik, die ohne Standesunterschiede für jeden gilt.

Wenn Sie ein wenig mit diesem Rechner herumspielen, z. B. die Dauer der Ansparphase durch Veränderung des Geburtsjahrs verlängern, dann werden Sie feststellen, wie wichtig es ist, mit dem Ansparvorgang möglichst früh im Leben zu beginnen. Oder welche Bedeutung eine vernünftige Verzinsung für die Leistbarkeit und den Erfolg Ihres Sparvorgangs hat.

Nun ist keine Altersvorsorge so einfach planbar wie in diesem Rechner. Ihr Erwerbsleben wird unterschiedliche Phasen und vielleicht auch Brüche aufweisen. Wer weiß schon, wann er in Rente geht und wie lange er lebt. Hinzu kommen Faktoren wie Steuern und Sozialabgaben, die z. B. die Verzinsung und die Verfügbarkeit des Sparkapitals nachhaltig beeinflussen können.

Bei vielen dieser Faktoren können wir durch Beratung und mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen und Produkten in Ihrem Sinne Optimierung betreiben. Bei der Dauer der Ansparlaufzeit hingegen, dem vielleicht wirksamsten Faktor im Sparvorgang, sind uns die Hände gebunden. Auch wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Kommen Sie daher möglichst früh und rechtzeitig zu uns und lassen Sie sich zeigen, wie Rente geht, auch bei Ihnen.